ISRAELI APARTHEID WEEK (IAW) 2026
ERSTE KOORDINIERTE IAW ‑ WOCHE AUF CAMPUSEN IN GANZ DEUTSCHLAND
In diesem April setzen wir einen Meilenstein: Zum ersten Mal findet die Israeli Apartheid Week (IAW) als bundesweit koordinierte Aktionswoche an Hochschulen in ganz Deutschland statt. Als Academic Boycott Campaign Germany (ABC DE), einem Bündnis studentischer, akademischer und Palästina solidarische Kollektive, tragen wir IAW zurück in Hörsäle, Seminarräume und auf unseren Campus.
Vom 20.–24. April 2026 organisieren Kollektive teil der ABC DE, Vorträge, Podiumsdiskussionen, öffentliche Teach‑ins, Filmvorführungen und campusbasierte Aktionen, die israelische Apartheid, Besatzung und Genozid sowie die Rolle deutscher Hochschulen in dieser Gewalt sichtbar machen – durch Kooperationen, Fördergelder und Schweigen.
Weltweit ist die Israeli Apartheid Week ein Basis‑Werkzeug der BDS‑Bewegung, um Unterstützung für Boykott‑, Desinvestitions‑ und Sanktionskampagnen gegen komplitzte Institutionen aufzubauen und den palästinensischen Befreiungskampf zu stärken. In Deutschland ist die IAW 2026 ein weiterer Schritt zu einer dauerhaften Kampagne für akademischen Boykott von unten.
📢 In den nächsten Tagen veröffentlichen wir gemeinsam mit den beteiligten Kollektiven die lokalen Programme – weitere Infos folgen bald!
📄 Unser IAW Statement !


Im Januar 2026 wurde im Rahmen der Konferenz Academic Boycott Now! in Berlin die Academic Boycott Campaign Deutschland (ABC DE) gegründet. Studierende, Akademiker:innen und Universitätsbeschäftigte aus zahlreichen Universitäten und Institutionen in ganz Deutschland kamen zusammen, um eine gemeinsame Kampagne für einen akademischen Boykott israelischer Institutionen aufzubauen.
Die Kampagne geht von der Feststellung aus, dass israelische akademische Einrichtungen tief in staatliche und militärische Strukturen eingebunden sind und damit zur Aufrechterhaltung von Besatzung, Genozid, Apartheid und der systematischen Gewalt gegen Palästinenser:innen beitragen. Als Institutionen tragen sie zur Entwicklung von Wissen, Technologien und Infrastrukturen bei, die diese Systeme ermöglichen und stabilisieren.
In Übereinstimmung mit den Richtlinien der Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel (PACBI) fordert die Kampagne die Offenlegung, Überprüfung und Beendigung institutioneller Kooperationen mit israelischen akademischen Einrichtungen, die gegen internationales Recht verstoßen.
Worum geht es?
Nach Oktober 2023 entstand eine Solidaritätsbewegung mit Palästina an Universitäten, die von Studierenden getragen und zunächst von vereinzelten und später einer zunehmenden Zahl von Akademiker:innen unterstützt wird. Insbesondere 2024 sahen wir eine Welle von Besetzungen und Aktionen des zivilen Ungehorsams. In diesem Zusammenhang entstanden zahlreiche Organisationen an deutschen Universitäten. Im Winter 2024/25 folgten eine Reihe von akademischen Konferenzen zum Thema Palästina (Frankfurt a.M., Hamburg, Berlin).
Gleichzeitig können wir trotz positiver Ansätze in der Selbstorganisation (Palästina Kongress Vernetzung, Students for Palestine auf studentischer Seite, KriSol, Palestinian and Jewish Academics und Uppsala Erklärung auf akademischer Seite) nach wie vor nicht von einer kollektiven, bundesweit koordinierten sowie strategisch aufgebauten Palästina-Solidarität an deutschen Universitäten sprechen. Der damit verbundene Mangel an Transparenz über Strukturen und die politische Unklarheit über heutige Aufgaben und Ziele für unser Handeln an deutschen Universitäten ist ein Hindernis auf dem Weg zu einer breit getragenen Bewegung.
Ziele der Konferenz
In den bisherigen Diskussionen in der Studierendenbewegung und auf den oben genannten Konferenzen wurde die Universität als Institution nur bedingt im Verhältnis zu Kapitalismus, Imperialismus und Siedlerkolonie gefasst. Die Solidarität mit Palästina drückt sich gerade unter Studierenden und Akademiker:innen oft symbolisch und diskursiv aus. Sie ist damit im öffentlichen Raum sehr sichtbar, zeigt sich jedoch hauptsächlich durch moralische Schlagwörter oder performative Aktionen. Mit dieser Konferenz soll der Schritt zu einem vertieften Verständnis der Rolle von Universitäten im Kapitalismus und Imperialismus getan werden, auf dessen Grundlage dann eine breit und nachhaltig angelegte Kampagne entstehen kann.
Ziele der Konferenz:
- Wissensvermittlung und Diskussion über die Rolle der israelischen und deutschen Wissenschaft bei Aufrechterhaltung von Besatzung, Apartheid und der Durchführung des Völkermords (auch in vergleichender und historischer Perspektive)
- Befähigung von Studierenden, Wissenschaftler:innen und Verwaltungsangestellten an deutschen Hochschulen, ihre Institutionen zur Rechenschaft zu ziehen
- Entwicklung einer gemeinsamen übergreifenden Strategie für eine Boykottkampagne in Deutschland
Kosten & Finanzierung
Budgetplanung & Finanzierung
Die Konferenz wird geschätzt 8.400,00 EUR kosten und soll durch Spenden von Organisationen, Crowdfunding, Ticketverkauf und Spendenaktionen finanziert werden. Details zu den Kosten sind im Crowdfunding gelistet.
Was machen wir mit Geldern, die übrig bleiben?
Gelder, die nach der Veranstaltung übrig bleiben, werden voraussichtlich an palästinensische Menschen, die unter dem Genozid leiden, gespendet.
ACHTUNG: Die Erfahrung mit vergangenen Veranstaltungen wie der Palästina-Kongress hat uns gezeigt, dass Gerichtskosten wegen staatlicher Repressionen entstehen können! Das liegt nicht in unserer Macht, wird aber transparent kommuniziert, falls es geschehen sollte.
Organisator:innen
Die Academic Boycott Now – Academics And Students For Palestine Konferenz wird organisiert von

Ko-Organisator:innen


- Students for Palestine Germany
- Students for Palestine München
- Students for Palestine Frankfurt am Main
- Students for Palestine Frankfrut am Main UAS
- Students for Palestine Bonn
- Students for Palestine Mainz
- Students for Palestine Halle
- Students for Palestine Hannover
- BDS Initiative KIT
- IEAT Karlsruhe
- Students for Palestine Heidelberg
- Students for Palestine Würzburg
- Students for Palestine Hamburg
- Palästina Kommitee
- Students for Palestine FU
- Students for Palestine Bremen
- Students for Palestine Leipzig
- Palestine on Trial
- Academics for Justice
- Students for Palestine Dortmund
- Students for Palestine Rostock
- Students for Palestine Bielefeld
- Unikomittee für Palästina Tübingen
- Kollektiv der Uppsala Erklärung
